Sonntag, 18. Januar 2026
Nachdem es mir vor einem Jahr auf der CMT wirklich gut gefallen hatte, war klar, dass ich auch 2026 wieder dorthin fahren möchte.
Zusammen mit Tina fahren wir zunächst die Enkel besuchen, die ja bekanntlich an der Strecke Richtung Süden wohnen. Tina bleibt dort und wird von unserer Tochter wieder nach Hause gefahren, während ich nach ein paar Stunden "mit-Enkel-spielen" weiterfahre, als der große Enkel sich zu seinem Mittagsschläfchen hinlegen muss. Da er sich gut erinnern kann, dass das Wohnmobil für ihn jede Menge Spaß bedeutet, wäre er wohl gerne mitgefahren.
An diesem Sonntag komme ich so gut durch wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Mit meinem gemütlichen Bummeltempo und aktivem Tempomat fahre ich, ohne dass ich groß eingreifen müsste.
Pünktlich mit beginnender Dämmerung komme ich an der Messe in Stuttgart an. Da zu dieser Zeit der heutige Messetag noch läuft gibt es nur wenige freie Plätze. Die meisten sind halt noch auf der Messe unterwegs und noch nicht abgereist.
Trotzdem bekomme ich wieder fast genau den gleichen Platz wie vor einem Jahr. Darauf hatte ich gehofft. Denn hier bin ich weit von der lärmenden Straße entfernt und vor allem weist das Gelände hier genau die richtige Neigung auf, so dass ich Nolwenn ohne Auffahrtkeile abstellen kann. 
Am Kassenhäuschen gibt es eine Warteschlange, aber die ist gerade noch relativ kurz und wird im Laufe der nächsten zwei Stunden nochmal deutlich länger werden. Mit 25 Euro ist der Platz hier ja nicht günstig, aber andererseits mache ich hier ja keinen Urlaub, sondern will einfach nur so unkompliziert und schnell wie möglich in die Messe. Und das ist hier gegeben.
Zum Abendessen probiere ich den Food-Truck aus, der direkt an der Parkplatzzufahrt steht. Der Burger ist wirklich ganz frisch zubereitet und durchaus auf Steakhaus-Niveau. Das hat sich jedenfalls gelohnt. 
1. Nacht
| Gefahrene Kilometer | Tagesziel |
|---|---|
| 407 | Echterdingen (1) |
| SP Messe Stuttgart | |
| 25 € |
Montag, 19. Januar 2026
Natürlich beginne ich mit einem schönen Frühstück. Auch wenn es Winter ist, habe ich wie immer alles Notwendige dabei.
Auf dem Messegelände ist es heute von Anfang an ziemlich voll. Das hatte ich deutlich leerer erwartet. Und im Laufe des Tages wird es immer voller. Auf vielen Gängen kommt man im Gedränge kaum voran. Und auch an den Ständen sind praktisch keine Mitarbeiter zu finden, die nicht schon mit anderen Kunden beschäftigt wären.
Mein erster Weg führt mich auf den Stand von Eura Mobil. Doch auch in diesem Jahr hat unser Modell keine Modellpflege erhalten. Da hat sich nur beim Basisfahrzeug, dem Fiat Ducato etwas verändert. Der kommt ja inzwischen ohne die unpraktisch angeordnete Handbremse links vom Fahrersitz und dafür mit elektronischer Feststellbremse daher. Zumindest das ist eine echte Verbesserung.
Aber von Eura wurden keine Verbesserungen umgesetzt. Die Abwasserschläuche sind immer noch mit Knickgefahr verlegt. Die runden Polster in den Ecken der Sitzgruppe lassen sich immer noch nicht optional gegen eckige Polster tauschen. Das Spülbecken ist kleiner als bei Nolwenn. Und statt einer zu öffnenden Dachluke im Alkoven gibt es immer noch nur das unpraktische sogenannte "Sunroof" Fenster.
Am vollsten wird es dann in den touristischen Hallen 4 und 6 sowie in der Zubehörhalle 10. Zusätzlich gibt es in Halle 9 die Messe in der Messe. Dort geht es um Fahrräder, Wandern und die entsprechenden Reiseangebote.
Nach einigen Stunden habe ich genug von dem Trubel. Mit 15.000 Schritten bin ich heute auch genug gelaufen.
Im Wohnmobil mache ich mir etwas zu essen und gehe auch noch duschen, wofür hier wieder Duschcontainer aufgestellt wurden. Zumindest das empfinde ich als tollen Service. Bei den Temperaturen ist es nämlich doof, wenn man im Womo duscht und dann die Feuchtigkeit nicht raus bekommt.
Jetzt hoffe ich, dass morgen weniger Besucher unterwegs sein werden. Dann kann ich mir ein paar Sachen gezielt anschauen.
2. Nacht
| Gefahrene Kilometer | Tagesziel |
|---|---|
| 0 | Echterdingen (2) |
| SP Messe Stuttgart | |
| 25 € |
Dienstag, 20. Januar 2026
Der Tag beginnt mit einem schönen Sonnaufgang. Irgendwie habe ich doch Glück mit dem Wetter, auch wenn es echt kalt ist. 
Auf der Messe ist heute deutlich weniger Andrang als gestern. Trotzdem füllen sich die Hallen im Laufe des Tages wieder ganz ordentlich. Vor allem die beiden Hallen mit den Reisezielen sind wieder knüppelvoll. 
Ich laufe herum, vertiefe Eindrücke von gestern und finde diesmal auch einige Verkäufer, die gerade nicht in anderen Gesprächen gebunden sind.
Meine heutige Runde ist kürzer als die gestrige. Diesmal waren es nur 10.000 Schritte statt der gestrigen 15.000.
Relativ früh verlasse ich dann die Messe, da ich noch einiges zu erledigen habe. Ich muss tanken, brauche AdBlue und muss eine Gasflasche tauschen.
Einen Teil davon bekomme ich direkt in der Umgebung der Messe erledigt. Danach fahre ich dann aber mal wieder nach Göppingen, wo ich in diesem Jahr ja noch nicht war, und erledige den Rest der Aufgaben. Und natürlich gibt es auch einen kurzen Besuch bei Märklin. 
Der Göppinger Stellplatz wäre mal wieder ideal für die heutige Übernachtung, leider sind aber sowohl die Strom- wie auch die Wasserversorgung außer Betrieb. Aber ich bleibe trotzdem. Strom wäre nett gewesen, aber es geht nach der heutigen Fahrt auch nochmal ohne.
3. Nacht
| Gefahrene Kilometer | Tagesziel |
|---|---|
| 55 | Göppingen |
| SP Schockensee | |
| 0 € |
Mittwoch, 21. Januar 2026
Auch wenn die VERsorgung des Stellplatzes gerade außer Betrieb ist, funktioniert trotzdem die ENTsorgung. So werde ich also das Abwasser los und kann die Kassette leeren.
Bei schönstem Sonnenschein fahre ich zunächst zu der Werkstatt von Mi-Mobile nach Winnenden. Mit der Chefin hatte ich gestern auf der Messe gesprochen, so dass ich den Eindruck hatte, dass sich der Abstecher lohnen könnte.
Tatsächlich ist der Werkstattleiter da und hat auch Zeit für mich. Er zeigt mir, wie Nolwenn mit Gas-Tankflaschen bestückt werden könnte. Da hatte ich nach dem Besuch eines bekannten Gastank-Händlers in unserer Region große Zweifel, dass so eine Umrüstung möglich sein könnte.
Aber heute erkenne ich, dass die Umrüstung eigentlich sogar relativ einfach möglich ist. Und zwar im Gegensatz zu den fest verbauten Tanks ohne TÜV und ohne Eintragung in die Fahrzeugpapiere.
Außerdem bietet Mi-Mobile während der Messe eine aktuelle Messe-Rabatt-Aktion. Das Thema werde ich also nicht so schnell abhaken wie beim letzten Mal, sondern diesmal weiter verfolgen.
Am Ende des Besuchs kann ich bei Mi-Mobile sogar noch meinen Wasservorrat wieder auffüllen. Damit kann ich heute Abend dann auch duschen.
Nächstes Ziel ist das "Felsenmeer" in Lautertal im Odenwald. Doch unterwegs wird für die letzten Kilometer auf der Autobahn ein fetter Stau angezeigt. Damit lohnt sich die Weiterfahrt heute nicht mehr und ich beschließe, nur noch bis Weinheim zu fahren und mich dort auf die Womo-Parkplätze zu stellen.
Die Plätze für die Womos liegen direkt an einer Straße, eigentlich wie ganz normale Parkplätze. Ich hoffe aber, dass hier nachts nicht so viel Verkehr sein wird und dass ich einigermaßen gut schlafen werde. Morgen früh werde ich dann aber durch den Berufsverkehr ganz sicher nicht verschlafen.
Die Plätze liegen jedenfalls sehr günstig direkt neben dem Schlosspark und der Weinheimer Altstadt und ich drehe eine Runde durch die engen, steilen Gassen.
Mittlerweile bin ich zwar mitten in einem dichten Hochnebel gelandet, doch lässt sich durchaus erkennen, dass das hier eine sehr schöne und durchaus sehenswerte Altstadt ist. Letztlich also genau das, wofür die Region Odenwald ja auch bekannt ist.
Und ich schaffe es auch mal wieder, vor einer verschlossenen Türe zu stehen. Der hiesige Märklin-Händler hat nämlich Mittwoch nachmittags geschlossen.
4. Nacht
| Gefahrene Kilometer | Tagesziel |
|---|---|
| 165 | Weinheim |
| SP am Schlosspark | |
| 0 € |
Donnerstag, 22. Januar 2026
In der Nacht ist die Temperatur auf minus 7 Grad gefallen. Der dichte Nebel des gestrigen Abends hat sich daraufhin als Raureif überall niedergeschlagen und am Morgen ist alles mit einer dicken weißen Schicht bedeckt. Nur Nolwenn nicht, denn die wurde ja die ganze Nacht beheizt.
Jedenfalls gibt es am Morgen klaren blauen Himmel, wenn auch noch bei eisigen Temperaturen. Also drehe ich nach dem Frühstück nochmal eine Runde durch die Altstadt. Und wirklich. Mit dem schönen Wetter wirkt alles direkt viel, viel freundlicher.
Außerdem erwische ich heute den Märklin-Laden während seiner Öffnungszeiten. Es gibt sogar eine Abteilung "Schnäppchenmarkt" mit gebrauchten Sachen. Aber für mich ist nichts dabei.
Nächstes Ziel ist dann die Modellbahn-Ausstellungsanlage in Fürth/Odenw. Da war ich vor rund anderthalb Jahren schon einmal. Mittlerweile wurde die Gesamtanlage um weitere Abschnitte erweitert. Und es wird immer noch fleißig gebaut, um weitere Strecken in Betrieb nehmen zu können.
Gute zwei Stunden halte ich mich wieder in der großen Halle auf. Dann geht es weiter zum Felsenmeer, zu dem ich ja eigentlich gestern schon wollte, wo ich die Anfahrt aber abgebrochen hatte.
Es ist schon erstaunlich, wie die unzähligen Felsen da so kreuz und quer durcheinander liegen, als hätte sie dort ein Riese mit einer Schubkarre ausgeschüttet.
Es gibt verschiedene Wander- und Rundwanderwege, aber dafür nehme ich mir heute keine Zeit. Statt dessen schaue ich mir nur den untersten Teil an, wofür ich noch nicht einmal die Wanderschuhe anziehen muss. Die normalen Halbschuhe tun es da auch.
Dann geht es wieder auf die Autobahn. Heutiges Ziel ist der kleine Ort Arfeld, der zu Bad Berleburg gehört und in NRW kurz vor der hessischen Grenze liegt.
Hier wohnen zwei Kollegen des Modellbahn-Stammtisches und sind mit ihrem Verein aktiv, um eine schöne Modellbahn zu betreiben.
Als ich eintreffe, ist gerade die Jugendgruppe aktiv und fleißig am basteln. Als die Kinder und Jugendlichen von ihren Eltern abgeholt sind, bekomme ich die Anlage in allen Einzelheiten gezeigt und erklärt.
Das dauert ordentlich lange und erst abends um halb neun sind wir mit der Besichtigung fertig. Zum Glück befindet sich der hiesige Wohnmobil-Stellplatz unmittelbar auf dem Parkplatz des Gemeindezentrums, in dem auch die Modellbahn steht. Da brauche ich nur ein paar Schritte zu gehen und bin wieder im warmen Wohnmobil.
5. Nacht
| Gefahrene Kilometer | Tagesziel |
|---|---|
| 239 | Arfeld |
| SP Via Adrina | |
| 0 € |
Freitag, 23. Januar 2026
Der Stellplatz in Arfeld bietet auch Stromanschlüsse. Für 4 Euro bekomme ich bis zum Morgen Strom, so dass ich mir hierüber keine Sorgen machen musste.
Da es nicht ganz so kalt wurde, wie in den letzten Nächten, wäre ich bestimmt auch noch in dieser letzten Nacht ohne Anschluss ausgekommen. Aber man weiß ja nie.
In der Nacht fängt es leicht zu regnen an. Und am Morgen ist die Platzfläche an den Wohnmobilen stellenweise ziemlich glatt, da der Regen gefroren ist. Die Straßen dagegen scheinen hier ausreichend gesalzen zu sein und die Autos fahren ganz normal.
Nicht alle hatten dieses Glück. Ein Stückchen weiter nördlich hatte es im Glatteisregen mehrere sehr schwere Unfälle gegeben, wie natürlich im Radio groß verkündet wird.
Ich lasse mir bewusst richtig viel Zeit, um den Straßen die Gelegenheit zu geben, sich wieder zu normalisieren. Und auch danach fahre ich sehr vorsichtig und bewusst langsamer, als ich das wohl sonst auf diesen doch guten Straßen getan hätte.
In Kreuztal will ich gerne die Entsorgungsmöglichkeit nutzen. Doch befindet sich auf dem Womo-Platz jetzt eine große Baustelle. Es wird offensichtlich etwas Neues gebaut. Dabei hängt das blaue Hinweisschild auf den Stellplatz und die Entsorgung immer noch an der ehemaligen Einfahrt.
Auf dem weiteren Weg in Richtung Wenden/Olpe komme ich unverhofft an einer recht neuen Entsorgung mit einigen Übernachtungsplätzen vorbei, wo ich dann entsorge und auch gleich das restliche Frischwasser ablasse. Das Wasser aus dem Boiler dampft dabei ganz ordentlich. 
Danach geht es dann auf die Autobahn und ich bin am späteren Mittag wieder zu Hause.
| Gefahrene Kilometer | Tagesziel |
|---|---|
| 145 | nach Hause |
| 1021 | Gesamtkilometer |